Ina Hahn

Ich weiß, wie es ist, zu 
funktionieren und sich selbst dabei zu verlieren.

Lange habe ich nach der Uhr gelebt.

Wie viel habe ich heute geschafft. Wie schnell. Ist die Liste endlich leer.

Ich habe funktioniert – für alle. Und in mir war diese Schwere. Kein Berg an Aufgaben wurde je kleiner; er wuchs nur höher. Ich sah weder Anfang noch Ende. Nur das nächste, das schon wartete, bevor das Letzte fertig war.

Mein Weg war steinig!

Ich habe studiert und promoviert – mitten in Schwangerschaft und Muttersein, mit allem, was das heißt. Und irgendwann kam ein Wendepunkt, der wehtat: 
die Erkenntnis, dass ich auf der Arbeit gemobbt wurde. Solche Momente reißen dich aus dem Funktionieren – und zwingen dich, hinzuschauen.

Ich komme aus der 
Medikamentenentwicklung. 
Mein Ziel war immer, Menschen zu helfen. Aber ich musste erst lernen, mir selbst zu helfen, um andere wirklich begleiten zu können. Um zu verstehen, was hinter unserem inneren Vorhang abläuft: Muster und Glaubenssätze, über Generationen weitergetragen, ohne dass wir sie je gewählt hätten.

Ein Schutzpanzer,
15 Kilo schwer

Eine Last, die eigentlich nie mir gehört hat.

Ich habe viele Wege gesucht – jenseits von Mainstream und Schulmedizin. Ausbildungen in Selbsterkenntnis, in innerer Arbeit. Und dann kam der Atem. Die letzte Ausbildung, die mir auf eine ganz andere Art die Augen geöffnet hat.

Solange ich denken kann, gab es dieses Auf und Ab mit meinem Gewicht. Diäten, Weight Watchers, und was es nicht alles gibt. Nichts davon hat wirklich getragen.

Wahre Veränderung folgt keinem Zwang, sondern einem Weg.

Meine vier Säulen: 
sehen, verstehen, entLASTen, erLEBEN.

Erst wieder wahrnehmen, was ist. Dann begreifen, was dahintersteckt – die Muster, die Glaubenssätze, das, was der Körper festhält. Dann entlasten, wirklich ablegen. Und schließlich anders erleben.
 

Auf diesem Weg wirken Bewusstsein, Achtsamkeit und Atmung zusammen mit dem, was ich als Wissenschaftlerin über Stoffwechsel, Energie und das Nervensystem weiß. Wenn das ineinandergreift und man lernt, es in sein Leben zu integrieren, dann wendet sich alles.
 

War es einfach? Nein. 

Aber es hat mich zu Erkenntnissen geführt. Und zu Enttäuschungen. Doch schau, was in dem Wort steckt: Täuschung. Wir täuschen uns so oft im Leben. Und man darf stolz sein, wenn man diese Täuschung endlich ent-tarnt hat.

Der Kompass wurde vor der Uhr erfunden!

Weil Richtung immer wichtiger war als Dauer.

Die Uhr fragt „wie viel noch". Der Kompass fragt „wohin". Ich habe aufgehört, meine Tage in geschafften Aufgaben zu messen – und angefangen, nach der Richtung zu fragen. Nicht zurück zu der, die ich einmal war. Sondern hin zu der, die ich unter all dem Getragenen wirklich bin.

Heute verbinde ich beides: das, was ich als Wissenschaftlerin über den Körper weiß, und das, was ich selbst durchlebt habe. Über den Atem und die Regulation des Nervensystems begleite ich Menschen zurück zu sich – behutsam, ohne Druck, ohne noch eine To-do mehr.

Dein Körper ist nicht gegen dich!

Er hat nur lange gelernt, in Bereitschaft zu bleiben. Und er kann wieder lernen, dass Ruhe sicher ist. Das ist keine Willensfrage. Das ist Biologie – und sie ist auf deiner Seite.

Vielleicht erkennst du dich in dem einen oder anderen wieder. Vielleicht spürst du gerade: Das will ich auch. Mich verändern. Dann bist du hier genau richtig.

Nicht wie viel. Sondern wohin.


Breathe. Feel. Arrive.
leicht mit ina | HER NATURE KOMPASS

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